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Willi will's wissen

Körpergewicht

Körpergewicht und Körperhöhe gehören zusammen, wenn das Wachstums eines Kindes beurteilt werden soll. Weil große Menschen schwerer sind als kleine, werden beide Werte meist miteinander in Beziehung gesetzt und der Körpermasse-Index oder BMI (von engl. Body Mass Index) berechnet. Die Messung des Gewichts ist wesentlich ungenauer als die Messung der Körperhöhe, denn sie schwankt durch Nahrungsaufnahme und Verdauung. Es empfiehlt sich, Gewichtsmessungen morgens nüchtern, kurz nach dem Aufstehen vorzunehmen. Wenn zur selben Zeit auch die Körperhöhe gemessen wird, muß man bedenken, daß die morgens gemessene Körperhöhe um etwa einen Zentimeter größer ist als die abends gemessene.

Die normale Schwankungsbreite für Gewicht und Body Mass Index (BMI) ist groß. Es gibt schmal gebaute (leptomorphe) und auch gedrungene (pyknomorphe) Menschen, die sich bei gleicher Größe zwar an Gewicht unterscheiden, nicht aber an Körperfett, und auch nicht krank sind. Liegt das Körpergewicht jedoch außerhalb der normalen Schwankungsbreite, muß man annehmen, daß eine solche Person wirklich zu dünn oder zu fett ist. Bei einem BMI über 25 kg/m 2 spricht man von Übergewicht ( engl. overweight), bei einem BMI über 30 kg/m 2 von Fettsucht (Adipositas, engl. obesity), für Kinder gibt es altersabhängige Normwerte.

Die Gesamtmenge an Körperfett läßt sich - bis auf den Anteil, der im Bauchraum gespeichert wird (abdominales Fett) - durch die Messung der Hautfettfaltendicke gut schätzen. Populär ist auch der Gebrauch von "Fettwaagen". Diese Waagen messen neben Körpergewicht auch Body Impedance und geben vermittels der Messung von elektrischer Leitfähigkeit des Körpers eine Information über den Wassergehalt des Körpers. Damit wird indirekte die Menge an Körperfett geschätzt. Weil handelsübliche "Fettwaagen" nur die elektrische Leitfähigkeit der unteren Körperhälfte messen, sind sie nicht immer zuverlässig.

Der Krankheitswert der Adipositas hängt nicht vom Body Mass Index allein ab, sondern auch sehr vom abdominalen Fett. Dieser Fettanteil wird weder durch die Messung der Hautfettfaltendicke, noch durch handelsübliche "Fettwaagen" zufriedenstellend erfaßt.

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