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Harris Linien

Harris Linien sind quer verlaufende röntgendichte Streifen, die in Röntgenbildern langer Röhrenknochen parallel zur Epiphysenfuge auftreten können.

Harris Linien sind ein Ausdruck vorausgegangener Störung des Längenwachstums. Nach Wachstumsstillständen, z.B. infolge von Krankheit oder Unterernährung, führt das folgende Aufholwachstum zu einer veränderten Knochenneubildung, die noch viele Jahre später als quer verlaufender röntgendichter Streifen zu erkennen sein kann.

Zur Bronzezeit lebten viele Menschen am Existenzminimum und mußten alljährlich im Frühjahr hungern. Auch die Kinder hungerten und wuchsen zu diesen Zeiten schlecht oder gar nicht. Die Abbildung zeigt ein Röntgenbild knöcherner Überreste eines Jugendlichen, der starb und in einer Urne beigesetzt wurde. Man sieht noch heute Harris Linien, die in regelmäßigen Abständen wie Jahresringe an Bäumen alljährlich im Frühjahr zur Hungerzeit entstanden sein müssen.

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