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Epiphysenfuge

Die Epipiphysenfuge oder Wachstumsfuge ist eine schmale knorpelhaltige Schicht zwischen dem Schaft (Diaphyse) eines Röhrenknochens und seinem gelenkzugewandten Abschluß (Epiphyse). Die langen Röhrenknochen haben im Allgemeinen zwei, die kurzen Röhrenknochen oft nur eine Epiphysenfuge. Diese Fugen haben eine wohlgeordnete Struktur, in der die Knorpelzellen nicht nur dicht nebeneinander, sondern zugleich auch säulenartig übereinander stehen, wodurch sie dem Wachstum des Röhrenknochens die Längsrichtung geben.

Das Bild zeigt einen Oberschenkelknochen (links). In der Mitte findet sich eine Vergrößerung des blau markierten Ausschnittes. Deutlich sichtbar ist die Säulenanordnung der Knorpelzellen, die rechts daneben nochmals schematisch dargestellt ist.

Alle Epiphysenfugen werden in der Kindheit und Jugend zunehmend schmaler und verknöchern in recht festgelegter Reihenfolge etwa zum Zeitpunkt der Pubertät oder wenig später. Nach Abschluß der Pubertät erlischt das längsgerichtete Wachstum der langen Röhrenknochen. Dadurch, dass nicht alle Epiphysenfugen gleichzeitig ausreifen und sich verschließen, kommt es besonders während der Pubertät zu Veränderungen im proportionalen Wachstum.

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